Rentiert sich Riester? - Ja, klar!
Die Riester Rente hat nicht gerade einen guten Ruf, unfairerweise. Lohnt sich doch Riester Sparen gerade für diejenigen, die voraussichtlich nur über eine kleine gesetzliche Rente verfügen und jetzt vor der Wahl stehen, einen Riester-Vertrag, eine private oder eine betriebliche Rentenversicherung abzuschließen.
Obwohl alle drei Rentenversicherungen eine lebenslange Rente garantieren, ist für über zwei Millionen Bundesbürger die Riester Rente erste Wahl. Das überrascht nicht, da sie einiges bietet, was eine private Rentenversicherung oder eine Lebensversicherung nicht bietet. „Riestern“ hat viele Vorteile: Sämtliche Leistungen sind garantiert und schlagen sich unmittelbar auf die Rente nieder, egal ob Banksparplan oder Fondssparplan, fondsgebundene oder klassische Rentenversicherung.
Auch in puncto Rentabilität kann sich die Riester Rente sehen lassen, dank staatlicher Subventionen: Der Bund hat in den vergangenen sieben Jahren 5,3 Milliarden Euro in Zulagen und Förderung investiert. Mit einem Betrag von 154 Euro pro Beitragszahler verschaffen sie sich einen deutlichen Renditevorteil gegenüber der privaten Rentenversicherung und Lebensversicherungen. Denn der Sparer profitiert bereits direkt von den Zinsen der Zulagen. Dabei kann Sparer durchaus auch mehrere Zulagen im Jahr erhalten, zum Beispiel Kinderzulagen. Kindergeldbeziehende Eltern können für jedes Kind 184 Euro bekommen; soweit die Kinder 2008 geboren wurden, erhalten sie sogar 300 Euro. Deshalb ist gerade für Frauen mit Kindern Riester unschlagbar günstig, zumal sie in unserer Gesellschaft überdurchschnittlich stark von Altersarmut betroffen sind.
Dazu können Riester Sparer ohne steuerliche Abzüge Kapital bilden, allerdings muss später dafür die ausgezahlte Rente versteuert werden. Dabei gilt: Je höher das Einkommen vom Sparer war, umso mehr frisst die Steuerleistung. Unterm Strich sind aber die finanziellen Vorteile in der Sparphase größer als die „Verluste“ bei der Auszahlung.
Der Gesetzgeber gibt außerdem vor, dass die Versicherungssumme nur als monatliche Rente ausgezahlt werden darf. Eine einmalige Auszahlung der Versicherungsleistung ermöglicht sie nicht, wie zum Beispiel die Lebensversicherung. Jedoch gibt es auch hier eine Ausnahme: Sollte das angesparte Kapital nur für eine sehr kleine Rente reichen, kann sich der Sparer einmalig auszahlen lassen. Ausschlaggebend hierfür ist die Geringfügigkeitsgrenze, die jährlich variiert und 2009 bei einem Monatsbetrag von 25,20 Euro liegt. Durch diese Reglung können diejenigen ertragreich riestern: Sie zahlen einen Jahresbeitrag von 60 Euro, können dann allerdings mit den Zulagen und der Förderung einige Tausend Euro ansparen. Alle, die einmal im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein könnten, sollten sich allerdings vorsehen: Die ausgezahlte Riester Rente wird mit der Grundsicherung voll verrechnet.
Lohnt sich doch Riester Sparen gerade für diejenigen, die voraussichtlich nur über eine kleine gesetzliche Rente verfügen und jetzt vor der Wahl stehen, einen Riester-Vertrag, eine private oder eine betriebliche Rentenversicherung abzuschließen.
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Quelle: privatekrankenversicherung.eu - rentiert sich Riester